Pörtschach am Wörthersee

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Pörtschach Pörtschach um 1800

Pörtschach Pörtschach um 1865



Gedenktafel Franz Werzer Gedenktafel "Franz Werzer" an der Westseite des CCW Pörtschach
Bild: Wiki / Johann Jaritz

Werzer
Für Pörtschach ein Name mit Geschichte
Pörtschach war 1850 ein Bauerndorf in des Wortes schönster Bedeutung. Die annähernd 20 ärmlichen Hütten gruppierten sich in der Nähe des Schlosses Leonstain und um die Kirche.
Am 25. April 1864, mit der Eröffnung der Eisenbahnstrecke Klagenfurt-Villach wird allgemein die Geburtsstunde des Kurortes Pörtschach angesetzt. Auch wenn die Bahnstation damals noch "Maria Wörth" hieß. Von da an entdeckten immer mehr Erholungssuchende das kleine Dörfchen.

In Alfred Leopolds Chronik 1908: „Interessant gestaltet sich auch ein Rückblick auf die Änderung der sozialen Verhältnisse in Pörtschach im Laufe dieses halben Jahrhunderts. In den ersten Zeiten war natürlich keine Rede von einem geselligen Verkehr, da die wenigen Familien, welche in den paar Häusern Unterkunft fanden, sich zu Hause verköstigten, auch kein geeignetes Lokal vorhanden war, wo sich ein geselliges Leben entwickeln hätte können. Die ersten Anfänge in dieser Richtung wurden dadurch gemacht, dass die Kegelbahn gegenüber dem Gasthause Werzer "zum Rössel", welche dem Sonntagvergnügen der Einheimischen gedient hatte, in einen Speisesaal umgewandelt wurde."

Wer heute auf einem der elf Freiplätze oder in der Tennishalle des Seehotel Werzer-Astoria das Tennisracket schwingt, dem ist gar nicht bewusst, wie weit die Geschichte dieses Hauses zurückreicht. Wer in den Firstclass-Appartements des „Werzer“ erholsame Tage verbringt, der ahnt kaum, dass alles auf eine mittelalterliche Poststation zurückzuführen ist!

1423 soll das Stammhaus des späteren Hotelimperiums erstmals urkundlich erwähnt worden sein – aus der damaligen Poststation wurde die so genannte Hanserealität „Weißes Rössl“, die am 18. September 1780 von einem jungen Bauern aus Feldkirchen käuflich erworben wurde.
Der Name des Käufers: Franz Werzer. Damit war der erste Schritt zur berühmten „Hotel-Stadt Pörtschach“ getan, die an ihrem Höhepunkt 16 Häuser mit mehr als 400 Betten umfasste.

Untrennbar mit dem Aufschwung der Hotelerie und der Geschichte Pörtschachs verbunden ist Anna Werzer, die vor der Jahrhundertwende in Pörtschach als Wallerwirt-Tochter Anna Stossier geboren worden war. Sie heiratete 1912 Robert Werzer. Robert Werzer war nicht nur Hotelier, sondern neben anderem auch begeisterter Musiker, Initiator der „Pörtschacher Schrammelmusik“ und Freund des weltbekannten Kärntner Komponisten und Schriftstellers Thomas Koschat.
Koschat verbrachte fast jedes Jahr einen Teil seines Sommerurlaubes bei der Familie Werzer in Pörtschach. Das Original seines berühmten Liedes „Verlassn, verlassn“, das in 18 Sprachen übersetzt wurde, widmete Koschat dem Söhnchen seines Freundes Robert Semmelrock-Werzer als Taufgeschenk.

Anna Werzer war die „Grande Dame“ der Pörtschacher Hotellerie und größte Hotelbesitzerin Österreichs, und ihr sportliches Engagement bestimmt heute noch ihr Erbe. Immerhin war sie es, die den Tennissport nach Pörtschach brachte.

Erinnerungen an eine vergangene Epoche? Heute erinnert noch immer der Name daran - Werzer Promenade, Werzer Dreimäderlhaus (jetzt AnnaW), Werzerbad, Werzer Strandcasino, Werzer Tennisarena, Werzers Hotel Resort....


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